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Breathwork Session: was dich bei mir erwartet

  • Autorenbild: Sandra Neuhaus
    Sandra Neuhaus
  • 17. Juli 2025
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Apr.


Breathwork & Emotional Release

Es gibt Gefühle, die du schon so lange mit dir trägst, dass du gar nicht mehr weißt, dass sie da sind. Die Wut, die du heruntergeschluckt hast, weil es gerade nicht passte. Die Trauer, die du nach der ersten Träne sofort wieder weggedrückt hast. Das dumpfe Taubheitsgefühl, das sich manchmal über alles legt und das du irgendwie normal gefunden hast, weil es schon so lange so ist.


Breathwork ist eine der direktesten Methoden, die ich kenne, um genau dahin zu kommen. Und zwar nicht über den Kopf, sondern über deinen Atem als direkten Zugangspunkt zu deinem Körper. Eine Breathwork-Session kann Dinge ans Licht bringen, die auf dem üblichen Weg keinen Ausgang gefunden hätten. Nachfolgend erfährst du, wie eine Breathwork Session bei mir in Hirschberg an der Lahn abläuft, was du erleben kannst und was du vorher wissen solltest.


Inhaltsverzeichnis



Meine eigene Erfahrung mit Breathwork


Als ich meine erste Breathwork Session gebucht habe, hatte ich keine Erwartungen, sondern war einfach neugierig. Im Nachhinein glaube ich, das war genau die richtige Haltung, weil Breathwork so gut wie nie so verläuft, wie man es sich vorher vorstellt.


Was dann passierte, hat mich überrascht. Ich fand mich plötzlich in einem Strom aus Gefühlen wieder, der aus einer Zeit kam, an die ich bewusst kaum noch Zugang hatte. Zuerst Tränen, dann ein Schluchzen, das sich aus dem tiefsten Bauch heraus löste, und schließlich etwas, das ich als Erwachsene so gut wie nie kannte: echte, laute, ungefilterte Wut.


Meine letzte Erinnerung an so etwas war ein Wutanfall als kleines Mädchen, den meine Mutter sofort unterbunden hatte. Seitdem war das Thema Wut in meinem Leben praktisch nicht mehr vorhanden. In dieser Session durfte sie endlich da sein. Ich habe geschrien, ich habe mich selbst kaum wiedererkannt, und danach war ich so erschöpft und so leicht gleichzeitig, wie ich es selten in meinem Leben war.


Ich erzähle das nicht, um dich zu erschrecken oder um zu suggerieren, dass es bei dir genauso laufen wird. Breathwork Sessions können auch ganz still und sanft verlaufen, und das ist genauso wertvoll wie das das, was ich erlebt habe. Was zählt, ist was sich zeigen will, und das ist tatsächlich jedes Mal anders.


Was mich am Breathwork bis heute fasziniert: Der Kopf hat hier kaum eine Chance, die Kontrolle zu behalten. Du kannst dir vorher so viele Gedanken machen, wie du willst. Sobald der Atem den Rhythmus übernimmt, folgt dein Körper seinem eigenen Weg.


Was in einer Breathwork Session passiert


Bevor wir beginnen, führe ich ein Vorgespräch mit dir. Ich erkläre dir den Ablauf, beantworte deine Fragen und wir setzen gemeinsam eine Intention für deine Reise.


Dann legst du dich hin und ich führe dich in die Atemtechnik ein. In den ersten zehn bis fünfzehn Minuten meldet sich häufig Widerstand: Das tiefe, kontinuierliche Atmen ist ungewohnt und anstrengend, und es ist völlig normal, in dieser Phase zu zweifeln, ob du das eine Stunde durchhältst. Ich bin die ganze Zeit über bei dir und begleite dich durch diese Phase.


Nach einer Weile verändert sich etwas. Du atmest nicht mehr bewusst, sondern dein Körper übernimmt den Rhythmus von selbst. Erst ab diesem Punkt beginnen sich die eigentlichen Prozesse zu zeigen. Es ist wichtig, in dieser Phase bei dir zu bleiben und dich nicht zu früh abzulenken oder zu bewegen, weil Bewegung oft ein Schutzmechanismus ist, der tiefere Prozesse abbricht.


Ich begleite dich als Hüterin des Raumes und der Zeit, mit sorgfältig gewählter Musik, meiner Stimme und manchmal mit meiner schamanischen Trommel. Wenn deine Session ihren Höhepunkt erreicht, wird der Atem langsam ruhiger und dein Körper entspannt sich.


Am Ende gibt es eine ausgedehnte Schlussentspannung. Dieser Teil ist wichtig, weil dein Nervensystem in dieser Zeit das Erlebte integriert. Anschließend sprechen wir in einem Nachgespräch über das, was sich gezeigt hat.


Die reine Breathwork Session dauert etwa eine Stunde, ich passe die Zeit aber individuell deinem Prozess an, plane also bitte zwei Stunden ein.


Was du in einer Breathwork Session erleben kannst


Breathwork kann sehr viele verschiedene Erfahrungen auslösen. Körperlich kann es zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Verkrampfungen kommen, vor allem in Händen und Füßen. Das klingt unangenehmer als es ist, und ich begleite dich dabei.


Emotional kann sich alles zeigen: Trauer, Wut, Freude, Erschöpfung, tiefe Entspannung. Manchmal tauchen Bilder oder Erinnerungen auf, manchmal kommt einfach ein körperliches Lösen ohne klare Geschichte. Manche Menschen erleben Zustände, die schwer in Worte zu fassen sind, ein Gefühl von Weite oder Verbundenheit, das sich ganz anders anfühlt als der normale Alltag.


Ich möchte an dieser Stelle klar sagen: Breathwork ist eine wertvolle Ergänzung zu therapeutischer Arbeit, aber kein Ersatz dafür. Wenn du gerade in einer Traumatherapie bist, sprich vorher mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten darüber. Ich bin keine Traumatherapeutin, und ich arbeite ausschließlich mit Menschen, die sich gesund fühlen und in der Lage sind, intensive körperliche und emotionale Prozesse zu erleben.


Etwas, das mir meine langjährige Erfahrung in der Körperarbeit immer wieder zeigt: Dein System überfordert dich nicht, sondern es zeigt sich immer nur so viel, wie du in diesem Moment wirklich tragen und verarbeiten kannst.


Loslassen, erlauben, ausdrücken


Es gibt eine Haltung, die ich dir für deine Session mitgeben möchte, weil sie einen echten Unterschied macht. Breathwork funktioniert besser, wenn du bereit bist, loszulassen. Das bedeutet nicht, dass du etwas erzwingen oder kontrollieren sollst, aber es bedeutet, dass du dir erlaubst, nicht zu steuern. Was immer auftaucht, darf da sein, ohne dass du es sofort einordnen oder verstehen musst. Du musst es nicht als gut oder schön empfinden. Es reicht, wenn du es sein lässt.


Dazu gehört auch, dir zu erlauben auszudrücken, was sich zeigt. Wer weinen will, darf weinen. Wer schreien will, darf schreien. Wer einfach nur daliegen und atmen will, tut das. Es gibt hier kein richtig und kein falsch, und mir gegenüber brauchst du dich für nichts zu schämen, denn ich habe in meinen Breathwork-Sessions schon äußerst intensive Prozesse selbst erlebt und professionell begleitet.


Für wen Breathwork nicht geeignet ist


Weil intensive Atemarbeit den Körper stark beeinflusst, gibt es Situationen, in denen ich eine Session nicht empfehle. Dazu gehören schwere Herz-Kreislauferkrankungen, Epilepsie, Psychosen, Schwangerschaft, kürzliche Operationen oder Unfälle, Thrombosen und andere Gefäßerkrankungen sowie fortgeschrittene organische Erkrankungen.


Bei Asthma, Bluthochdruck, Tinnitus, Glaukom oder der Einnahme von Psychopharmaka ist eine Breathwork Session nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber wir passen die Atemtechnik gemeinsam an und arbeiten sanfter. Wenn du unsicher bist, ob Breathwork für dich in Frage kommt, schreib mir gern vorab, ich beantworte das gerne.


Eine Breathwork Session buchen


Wenn du neugierig geworden bist und spüren möchtest, was sich in dir zeigen will, freue ich mich auf deine Nachricht. Du findest alle Infos zu meiner Breathwork Session in Hirschberg an der Lahn auf der Angebotsseite. Schreib mir einfach, wenn du Fragen hast oder ein kostenloses Vorgespräch möchtest.


Fazit 


Breathwork ist keine Methode, die ich dir erklären kann, bis du sie wirklich verstehst. Sie ist eine Erfahrung, die du machen musst, um zu begreifen, was gemeint ist. Und genau das macht sie so besonders: Du brauchst keinen langen Anlauf, keine Vorbereitung, kein Vorwissen. Du legst dich hin, du atmest, und dein Körper weiß, was zu tun ist.


Was mich nach all den Jahren immer noch bewegt, ist wie direkt und ehrlich dieser Prozess ist. Der Atem lügt nicht. Er bringt ans Licht, was da ist, nicht was du gern hättest oder was du für angemessen hältst. Das kann überraschen, manchmal auch erschüttern, und es hinterlässt meistens eine innere Klarheit und Stärke.


Wenn du das Gefühl hast, dass du gerade viel mit dir herumschleppst, du keinen richtigen Zugang zu deinen Gefühlen findest oder du einfach neugierig bist, was passiert, wenn du deinem Körper einmal wirklich das Steuer überlässt, dann könnte eine Breathwork Session genau das Richtige für dich sein.


Häufige Fragen zur Breathwork Session


Was ist der Unterschied zwischen Breathwork und Meditation?


Meditation arbeitet meist mit Stille, Beobachtung und dem Zur-Ruhe-Kommen des Geistes. Breathwork nutzt den Atem aktiv, um körperliche und emotionale Prozesse anzustoßen. Während du bei der Meditation versuchst, ruhig zu bleiben, kann Breathwork sehr lebendig, laut und körperlich intensiv sein. Beide Methoden haben ihre Berechtigung und schließen sich nicht aus.


Muss ich Erfahrung mit Atemübungen haben?


Nein. Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse. Ich erkläre dir alles vor der Breathwork Session und begleite dich durch jede Phase. Einzige Voraussetzung ist, dass du gesund bist und bereit, dich auf etwas Unbekanntes einzulassen.


Kann ich eine Breathwork Session machen, wenn ich gerade in Therapie bin?


Das hängt von deiner therapeutischen Arbeit und der Einschätzung deiner Therapeutin oder deines Therapeuten ab. Ich empfehle dir, das vorher zu besprechen. Breathwork kann therapeutische Prozesse sehr gut ergänzen, setzt aber voraus, dass du stabil genug bist, intensive körperliche und emotionale Erfahrungen zu integrieren.


Wie oft sollte ich eine Breathwork Session machen?


Das ist sehr individuell. Manche Menschen erleben schon in einer Session etwas, das sie nachhaltig verändert. Andere kommen regelmäßig, weil sie Breathwork als festen Bestandteil ihrer Selbstfürsorge schätzen. Es gibt keine Mindestanzahl und keine Empfehlung, die für alle gilt.


Was passiert nach der Breathwork Session?


Du wirst nach der Session wahrscheinlich müde und gleichzeitig irgendwie leichter sein. Manchmal verarbeitet der Körper in den Tagen danach noch weiter, was sich gezeigt hat. Ich empfehle dir, dir nach der Breathwork Session Zeit zu lassen und nichts Anstrengendes zu planen. Trinke genügend Wasser, verbringe Zeit in der Natur oder gönne dir einfach Ruhe.










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